Regelmäßige Bewegung ist für Menschen mit Parkinson weit mehr als nur Sport – sie stärkt Körper und Geist und kann den Verlauf der Krankheit positiv beeinflussen. Besonders Tischtennis hat sich dabei als wirkungsvolle Trainingsform etabliert. Mit schnellen Bewegungen, Konzentration und Koordination fordert es den ganzen Körper und macht gleichzeitig einfach Spaß.
Zwei Vereine – eine gemeinsame Idee
Die Tischtennisabteilung der DJK SG Nütheim-Schleckheim e.V. gründete 2022 ihre Parkinson-Gruppe und wurde damit erster Stützpunkt des nationalen Ping-Pong-Parkinson-Vereins in Aachen und der Euregio. Was mit zwei bis drei Spielerinnen und Spielern begann, hat sich inzwischen zu einer lebendigen Trainingsgruppe entwickelt: Beim Samstagstraining stehen heute regelmäßig bis zu vierzehn Aktive an den Tischen.
Fast zeitgleich entstand beim Würselener Sportverein 2016 e.V. ein weiterer Stützpunkt, in dem ebenfalls mit viel Engagement trainiert wird. Ende 2025 entstand schließlich die Idee, die beiden Gruppen zu einem gemeinsamen Turnier zusammenzubringen.
Ein sportlicher Nachmittag voller Energie
Am 24. Januar 2026 war es so weit: 16 Spieler/innen aus Würselen und Schleckheim trafen sich in der Turnhalle Nerscheider Weg, um in vier Vorrundengruppen gegeneinander anzutreten. Der sportliche Ehrgeiz war spürbar – doch im Mittelpunkt standen Freude, Gemeinschaft und die gemeinsame Haltung, wie einige sagten: „Wir bieten dem Parkinson die Stirn.“
Die Teilnehmenden brachten ganz unterschiedliche Hintergründe mit: Menschen, die in ihrer Jugend einmal gespielt hatten, erfahrene Vereinsaktive und Menschen, die erst vor wenigen Monaten zum ersten Mal einen Schläger in der Hand hielten. Für die Helferinnen und Helfer war es beeindruckend zu sehen, wie Spielerinnen und Spieler z.B. mit Rollator in die Halle kamen, um dann am Tisch dem kleinen Ball hinterherzujagen oder trotz eingeschränkter Beweglichkeit mit cleverer Platzierung punkteten.
Spannende Duelle bis zum Schluss
Nach der Gruppenphase ging es im K.-o.-System weiter. Viele Partien waren eng, intensiv und hochklassig. Im Finale wurde es dann richtig laut: Die beiden Finalisten wurden kräftig angefeuert, und die Begeisterung war groß, als der vermeintliche Außenseiter den Favoriten in den Entscheidungssatz zwang – auch wenn dieser am Ende die Oberhand behielt.
Mehr als nur ein Turnier
Abseits der Tische sorgten Kaffee und Kuchen für eine entspannte Atmosphäre, in der sich die Teilnehmenden austauschen und neue Kontakte knüpfen konnten. Die Zuschauerzahl übertraf bei weitem jene der Meisterschaftsspiele der Schleckheimer Teams – ein starkes Zeichen.
Fortsetzung folgt
Am Ende waren sich alle einig: Dieses Turnier darf keine einmalige Sache bleiben. Viele nahmen sich vor, ihre Technik weiter zu verbessern und künftig noch regelmäßiger zu trainieren. Die Vorfreude auf eine Wiederholung ist groß – und die Aachener Stützpunkte haben gezeigt, wie viel Energie, Lebensfreude und Gemeinschaft im Tischtennis steckt.


